VICENZA:(Zirka 90 Fahrminuten von
unserem Zentrum) Sie ist die Stadt Palladios, nicht nur
deshalb weil es den ganz jungen, in Padua gebuertigen,
Andrea di Pietro aufnahm und ihm die Moeglichkeit der
Ausbildung und des Werdegangs zum groessten Architekten
seines Jahrhunderts gab, sondern weil es auch nachher,
viele Generationen hindurch, diesen Idealen treub blieb.
Vicenza blieb eine palladianische Stadt, auch als andere
Zeiten und andere Moden kamen und sie ist bis in unsere
heutige Zeit ein Ausdruck seltener Koherenz.
Sie werden bewundern: - Basilica dei SS. Felice e Fortunato:
der aelteste Kern der Basilica stammt aus dem 4. Jahrh.,
spaeter wurden weitere Elemente hinzugefuegt und im 5.
jahrh. der Martirion und das Baptisterium. Die heutige
Ansicht ist zum Grossteil den beiden Rennovierungen im
10. und 12. Jahrh. zu verdanken; - S. Lorenzo: ist eine grosse
Franziskanerkirche, gegen Ende des 13. Jahrh. errichtet.
Sie besitzt ein Portal mit Skulpturen aus dem 14. Jahrh.
und innen zahlreiche und monumentale Altare; - Chiesa di Santa Corona: sie
ist eine Domenikanerkirche, die im Inneren sehr schoene
Werke - darunter die "Taufe Christi" des spaeten
Giovanni Bellini und eine "Anbetung der Koenige"
des Paolo Veronese - aufbewahrt; - Duomo: Lorenzo da Bologna
arbeitete ebenfalls am Dom, welcher an der Stelle einer
primitiven, fruehchristlichen Kirche mehrfach umgebaut
wurde. Er besitzt eine Fassade mit gotischen Akzenten
und enthaelt einen grossen Fluegel-altar des Lorenzo Veneziano; - Palazzo Porto Festa, Palazzo Thiene, Palazzo
Chiericati: sie sind alles Werke des Architekt
Andrea Palladio. Sie entstanden fast gleichzeitig und
scheinen ein jeder das Modell einer unterschiedlichen
architektonischen Konzeption zu sein; - Teatro Olimpico: Es war das
letzte Werk Palladios: hierfuer erstellte er aber nur
die Plaene. Vicenza bewahrt sein Theater mit Stolz: es
war das erste Schauspielhaus das in Italien erbaut wurde.
Es traegt den Namen der Olimpici, d.h. der Akademie, welche
es errichten liess und deren Mitglied Palladio selbst
war. Es umfasst - durch die Wach- rufung eines Theaters
aus dem Altertum - ein hervorragendes Beispiel fuer das
klassische ein Zeichen der damaligen Kultur. Doch sein
Gesamtrahmen, seine Standbilder, die Art und Weise seiner
Konstruktion, lassen uns eine Welt solch musischer Harmonien
erleben, wie es nirgends so der Fall ist. - Villa La Rotonda: die Rotonda
ist die erste Villa an welche wir denken, wenn wir in
Vicenza sind. Sie befindet sich in unmittelbarer Naehe
der Stadt, auf der sogenannten Riviera Berica, auf einerabgelegenen
Anhoehe, jedoch gut sichtbar. Eine kurze, huegelige Erhebung,
von wo aus jedoch ein herrlicher Ausblick genossen werden
kann. La Rotonda erhebt ihre schneeweissen Glieder wie
eine klare, humanistische Phantasie und erstreckt ihre
vier Vorhallen in alle Himmelsrichtungen hinaus, als ob
sich das Weltall um ihre Kuppel herum verschmelzen wolle; - Villa Valmarana: von der Rotonda
aus pflegt man den kurzen Weg zu einer weiteren Villa,
jener der Valmarana - als Villa dei Nani "bekannt"
(wegen der kleinen Zwergstatuen auf der Parkmauer), zu
gehen. Besser gesagt handelt es sich um zwei Villen: einstmals
war eine davon die Villa selbst und die zweite das Gaestehaus.
Es scheint so, als ob sie in zwei unterschiedlichen, wenn
auch nicht weit auseinander gelegenen Zeitpunken erbaut
waeren und man nimmt an, dass sie das Werk von Antonio
und Francesco Muttoni, Vater und Sohn, seien.1756 wurden
die Villa und das Gaestehaus von Gianbattista und Giandomenico
Tiepolo unter Mitwirken ihrer Schueler dekoriert.
Dans la province de Vicenza:
Lonedo: Villa Godi
Poiana: Villa Poiana
Finale: Villa Saraceno
Caldogno: Villa Caldogno
Bagnolo: Villa Pisani
Quinto: Villa Thiene
Trissino: Villa Trissino
mit einem der interessantesten Gaerten des Settecento
Lonigo: dort steht die
originalste und die besterhaltenste der Villen.
MAROSTICADer Ort wo im September ein
charakteristisches Kostuemfest aus dem 15 Jahrh. stattfindet:
die "Schachpartie" welche eine eigentuemliche
Entscheidung des Schlossherrn von Marostica, ins Gedaechtnis
ruft: er beabsichtigte seine Tochter Lionora demjenigen
der beiden Rivalen - welche bereits gewillt waren um sie
bis aufs Blut zu kaempfen - zur Frau zu geben, der die
Schachpartie gewann.