VERONA
(Fast 2 Stunde mit dem Wagen von unserem Zentrum) Die
Stadt ist reich an roemischen Zeugnissen: ihre Arena ist
das groesste Amphitheater, welches heute nach dem Colosseum
in Italien existiert, wobei die Arena sicherlich nicht
das einzige roemische Denkmal der Stadt ist. Roemisch
ist das Theater, dessen Sitzreihen aus dem St. Pietro-Huegel
gegraben wurden und dessen Buehne der grossen Kruemmung
der Etsch gegenueber liegt, roemisch ist der Gavi-Bogen
bei Castelvecchio, roemimisch ist das Borsari-Tor und
roemisch sind die Ruinen der Porta dei Leoni, von den
zahlreichen weiteren archeologischen Fragmenten abgesehen.
Sie werden bewundern: - Arche scaligere: Sie sind
uebrigens ein Kunstwerk der zeitgenoessischen Bildhauerei,
ein ganz bedeutendes Zeugnis der riesigen Fortschritte,
die damals die veronesische Kunst damals machte. Das Gemaeuer
gleicht einem ornamentalen Kranz - so weit ist es von
der Stadtmitte entferntes liegt zwischen Weinstoecken
und Oelbaeumen: dabei sind die entfernten Mauern gerade
das Zeugnis der Ausdehnung Veronas im Zeitaller seiner
groessten Expansion; - Cangrande zu Pferd: Das Denkmal
des Cangrande zu Pferd - heute zum Schutz im Museum in
Castelvecchio untergebracht - ist eines der ersten Reiterstandbilder
der europaeischen Bildhauerkunst; - Bruecke vom Castelvecchio:
Sie ist ein aus dem Zeitalter der Scaligersignorie stammendes
Kunstwerk der Zivil- und Militaerbauplannung, zugleich
voller Phantasie und funktional. Die Bruecke, wie uebrigens
die Burg Castelvecchio, stellten nichts anderes als nur
den komplexesten, aufsehenerregendsten Teil der Befestigungsanlagen
dar, die heute noch Verona an vielen Stellen ummauern; - S. Zeno Kirche: Hauptsaechlich
die Chiesa di S. Zeno, bedeutenster Wallfahrtsort aufgrund
seines Alters und des Namens des Schutzheiligen der Stadt.
Bei S. Zeno werden wir nicht nur die architektonischen
Formen sondern auch die Bronzetore - ein Meisterwerk der
romanischen Bildhauerei, bewundern. Mehrere Kuenstler
arbeiteten daran. Neben naiven, doch genialen, von den
klassischen Linien abweichenden Elementen, tritt die mittelalterliche
Phantasie besonders stark hervor. Dies zeigt ein verzweifeltes
Suchen nach Formen, was den Reiz dieser Tore ausmacht; - Piazza Dante: mit teilweisem
Ausblick auf die Arche Scaligere, sicherlich der aristokratischste
Platz der Stadt; - Piazza delle Erbe:von der
Piazza delle Erbe erreicht man ihn leicht durch einen
charakteristischen Bogen, wo eine Walfischrippe aufgehaengt
ist. Wir befinden uns sozusagen im Reich des Phantastischen
und des Volkstuemlichen wie es ein Marktplatz - Piazza
delle Erbe - nur sein kann, unter dem Schutz einer Statue
der "Madonna di Verona", die alle Veroneser
besonders verehren. Piazza delle Erbe ist aber auch interessant
wegen der Verkaufsstaende, der Menschen, der sich dort
kreuzenden Strassen, wegen seines volkstuemlichen Charakters; - l'Arena:Veronas
Volk verleiht den Vorstellungen in der Arena jenen unvergleichbaren
Ton der ihnen eigen ist und welcher Jahr um Jahr einen
nie ausbleibenden Zufluss von Besuchern in die Scaligerstadt
anzieht. Die Grandiositaet der roemischen Ruinen, die
Vorzueglichkeit der Inszenierungen, der musikalischen
Vortraege sind nichtalles, den die Arena ist fuer die
Einwohner Veronas keinesfalls eine einfache Vorstellung,
sondern ein Ritus.
In der Provinz von Verona:
Pedemonte Das Huegelland
bei Verona, wie alle am Fusse eines Gebirges gelegenen
Gebiete, ist voller Villen. Davon ist eine der schoensten
in Pedemonte: ein Werk Palladios. Er errichtete sie in
seinem reiferen Alter und stattete sie mit einer aussergwoehnlich
schoenen Doppelkolonnade aus, in einer extremen Vereinfachung
der Strukturen.
Negrar Seine Villa Rizzardi
hat einen Garten aus dem 17. Jahrh., der dann im Settecento
mit einem Naturgarten des Trezza bereichert wurde.
Soave: Besitzt einen Mauerring
welcher im 14. Jahrh. durch die Scaligersignorie begonnen
wurde.